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FORUMSVERANSTALTUNG:

Dienstag, 9. April 2019 um 19:00 Uhr im Bürgertreff
Dr. Christiane Hug-von Lieven im ehrenamtlichen Einsatz in China

Wie lässt sich die angestiegene Müttersterblichkeit im ländlichen China senken? Diese Frage wurde Fachleuten des weltweit tätigen, renommierten Senior Expert Service (SES) direkt aus dem Reich der Mitte gestellt. Um qualifizierte Unterstützung aus Deutschland wurde gebeten – und damit kam Christiane Hug – von Lieven ins Spiel. Als Gynäkologin im Ruhestand und frühere Verantwortliche für 10 Landeskrankenhäuser sollte sie in einem Mutter-Kind-Hospital in Xuchang die dortigen Abläufe auf Verbesserungen durchleuchten.

Letzten August flog die Medizinerin für dreieinhalb Wochen in die schwül-heiße Provinzstadt in der Provinz Henan, 1000 Kilometer westlich von Peking. Ein Übersetzer wurde ihr zur Seite gestellt, dort   spricht niemand Englisch. In ihrem Vortrag schildert sie ihre Eindrücke von Land und Leuten und die Verhältnisse in der Klinik, die sich nach Aufhebung der Ein-Kind-Politik verändert haben – für die Mütter nicht zum Besseren. Denn mit Risikogeburten durch das erhöhte Alter der Mütter haben chinesische Krankenhäuser keine Erfahrung.

Christiane Hug-von Lieven musste konstatieren, dass eine Früherkennung von Risikoschwangerschaften verbessert werden kann, wenn Kriterien des bei uns üblichen Mutterpasses eingeführt werden. Die erfahrene Fachärztin stieß mit ihren Vorschlägen auf dankbare Zustimmung, ihr neu erarbeiteter Ablaufplan für Notfälle wird Leben retten. Begeistert war die in Warmbronn lebende Ärztin von der Herzlichkeit und Offenheit der Chinesen, die in diesem Teil Chinas bislang selten eine Europäerin zu Gesicht bekommen haben.