Aktuelles


Einladung zum Warmbronner Forum:

Von Warmbronn aus unterwegs……

Die spannende Chronik der Kappus Reisen

Der Unternehmer Walter Kappus auf Einladung des Gemeindevereins zu Gast im Bürgertreff Warmbronn am 4.2.20 um 19 Uhr

Zersägt und verlängert wird im Jahr 1949 der erste Kappus-Bus, ein Wehrmachtsgefährt, viel zu klein und dazu noch ausgebrannt. Aber der Firmengründer der Kappus-Reisen, Heinz Kappus aus Warmbronn, erkennt schon damals das Potential von Busreisen und setzt das Vehikel in mühevoller Kleinarbeit instand. Und damit beginnt 1951 der erste Auftragsliniendienst von Warmbronn nach Leonberg und ab 1954 werden regelmäßig Fahrten an den Wochenenden nach West-Berlin durchgeführt. Heute sind die roten Kappus-Busse in der ganzen Region bekannt.

Walter Kappus ist Herr über 23 feuerrote Busse. Und gerade hat er zwei funkelnagelneue Reisebusse aus Ulm geholt, um seine aus 11 Bussen bestehende Reisebusflotte auf dem neuesten Stand zu halten. Und nicht nur die Zahl der Busse hat sich vergrößert, sondern auch der Radius der Reisen. Mit dem Fernweh der Warmbronner kamen in den 70er Jahren die neuen Angebote für südliche Ferienregionen dazu, nach Italien, Frankreich, aber auch Fahrten für jugoslawische Gastarbeiter in ihre Heimat, mit so manchen kuriosen Zwischenfällen. Denn die Grenzüberfahrt gestaltete sich oft ebenso schwierig wie plötzliche Reparaturen, und manchmal halfen nur einige DM-Scheine.

Walter Kappus absolvierte ein Maschinenbaustudium an der Uni Stuttgart und trat 1980 in die Firma ein. Im Jahr 1990 zog das Unternehmen von der Hauptstraße 77 in den neu erbauten Omnibusbetriebshof in der Brandenburger Straße 18 um. Dies war eine gewaltige finanzielle Herausforderung und deutliche Verbesserung der räumlichen Situation. Für ihn und seine rund 50 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ist jeder Tag spannend: Wetter und chaotische Verkehrslagen machen manchmal einen Strich durch die ausgeklügelten Dienstpläne. Und dann kann es sein, dass der Chef auch mal selbst ans Steuer muss.

Mit Hans Kraut, dem ehemals beliebten Reiseleiter der Kappus-Reisen, wird in einer Fotoschau am Ende des Abends nochmals das Reisegefühl in der Vergangenheit wach.

Der Eintritt ist wie immer frei, eine Spende freut den Gemeindeverein.

 


Einladung zur Fotoausstellung von und mit Christa Froese:
„AUGENBLICKE

Eröffnung der Ausstellung am Freitag, 17. Januar, um 19 Uhr,
im Bürgertreff Warmbronn

Der einfache Fotoapparat ist ihr Begleiter, solange Christa Froese zurückdenken kann. Sie stammt aus Egeln im Kreis Magdeburg und fotografiert schon als Jugendliche begeistert. Ihr Talent sieht auch der Besitzer des Fotoladens, zu dem sie ihre Fotos zum Entwickeln bringt, er bietet ihr sofort kostenfreie Unterstützung an. Aber Christa Froese will ihren eigenen Weg beim Fotografieren gehen. Damals wie heute fotografierte sie alles Sehenswerte, Landschaften sowohl als Menschen. Aber heute liegt ihr Fokus auf Detailaufnahmen aus der Natur.

Seit 1971 lebt Christa Froese in Warmbronn. Und noch immer ist sie unterwegs mit ihrer einfachen Kamera oder mit dem Smartphone. Ihr Blick geht nicht mehr in die Landschaft, sondern ist auf die Pflanzen gerichtet, an denen der Spaziergänger achtlos vorbeigeht. Ihr geschultes Auge erkennt die Schönheit im Detail, das Blütenblatt der Kornblume, den Fruchtansatz des Breitwegerich. Für die Fotografin liegt die Schönheit auch im Werden und Vergehen, ihre Makroaufnahmen zeigen die volle Blüte, aber auch den einsetzenden Verfall. Fotografische Hilfsmittel , zusätzliche Objektive oder Linsen, braucht sie nicht für ihre eindrucksvollen Nahaufnahmen. Um den Objekten nahezukommen, legt sie sich manchmal einfach auf die Erde.

Für die Besucher ist die Ausstellung eine Lehrstunde in aufmerksamem Sehen. Die rund 20 Fotos sind nicht betitelt, aber eine ausgehängte Liste zeigt die Namen der Pflanzen. Das Erstaunen wird groß sein, wenn klar wird, dass diese Blumen und Kräuter am Warmbronner Waldrand existieren und nicht in einer märchenhaften Phantasiewelt. Und beim nächsten Spaziergang wird so mancher für ein paar Augenblicke innehalten, um die Schönheit der Natur im Kleinen aufzuspüren.

Wie immer ist der Eintritt frei, eine Spende freut den Gemeindeverein.

Geöffnet ist die Ausstellung bis März 2020 zu den üblichen Öffnungszeiten (dienstags von 15 bis 17 Uhr, donnerstags von 9.30 bis 12 Uhr).